Leadership Kompetenzen

„Mein Gott, ist das kompliziert, sich selbst, anderen und dem Ganzen gerecht werden zu wollen (siehe letzter Blogeintrag)! Ich kann nicht mir und zugleich anderen und dann vielleicht auch noch der ganzen Welt oder auch nur der Gruppe, der Gemeinschaft, der Organisation, der ich angehöre, gerecht werden! Everybody’s Darling, das geht gar nicht! Entweder – oder! Entweder ich entscheide mich, selbst weiterzukommen oder Mutter Theresa oder der heilige Franziskus zu sein…“, sagt die Vergangenheit. Und was meint die Zukunft dazu? „He, he, he, komm runter!“, ruft sie. „Komm zu dir! Solange du außer dir bist, solange du dich nicht gefunden hast, ist alles kompliziert. Und du machst alles nur immer noch komplizierter.“

Erste Leadership Kompetenz
Sich in der eigenen Mitte halten, innere Ausgeglichenheit bewahren, persönliche Fülle entwickeln. Sich selbst als Subjekt wahr- und ernstnehmen. Auf die Stimmigkeit des eigenen Tuns mit sich selbst achten.

„Dazu gehört auch, dass du dich weder durch positive noch durch negative Ereignisse und Situationen aus deinem Gleichgewicht bringen lässt“, setzt die Zukunft ihre Belehrung fort. Doch die Vergangenheit wendet ein: „Das Schlechte muss bekämpft werden, das Schlechte im Äußeren und im Inneren.” Sie kann mich aber nicht beeindrucken. Ich habe die Botschaft der Zukunft schon verstanden.

Zweite Leadership Kompetenz
Die Bejahung dessen, was ist. Jeder Mensch hat seine hellen und dunklen Seiten, seine Barrieren und seine Potenziale. Beide wollen bejaht sein als erste Voraussetzung dafür, dass sich die Potenziale entfalten und die Barrieren lösen. Auch jede Lebenssituation birgt Gefahren und Chancen in sich. Beide wollen erkannt und bejaht sein, um die Chancen zu nutzen und die Gefahren hintanzuhalten.

Die Vergangenheit protestiert: „Hör nicht auf die Zukunft! „Halte dich fest an mir! Ich gebe dir Sicherheit! Die Autoritäten aus der Vergangenheit, die Riten, Bräuche, die überkommenen Denkweisen und Wertvorstellungen, sie geben dir Sicherheit.“ Ich entgegne ihr, dass mir die Vergangenheit wichtig ist, weil sie eine Menge an Lern- und Erkenntnismöglichkeiten für die Zukunft bereithält, dass ich aber nicht die Absicht habe, die Zukunft mit der Vergangenheit zu füllen, indem ich vergangenen Figuren Autorität über mich gebe und mich durch Traditionen von ihr abhängig mache. Die Zukunft gehört der Zukunft. Ich will mich auf die Zukunft beziehen, nicht auf die Vergangenheit.

Dritte Leadership Kompetenz
Ich leite mein Sein, Denken und Handeln im Heute aus dem Morgen ab, nicht aus dem Gestern. Die Ressourcen der Vergangenheit stelle ich in den Dienst der Zukunft.

Die Zukunft nickt zustimmend. „Dein Sein, Denken und Handeln im Heute bestimmt die Qualität deines Morgen. Bedenke heute das Morgen, das du bewirkst!“ Dazu fällt mir gleich der Satz der japanischen Unternehmerlegende Kazuo Inamori ein: „Wenn Sie Eier wollen, kümmern Sie sich um die Henne.“ Und die Henne, das sind ihm in erster Linie seine Mitarbeiter. Und ebenso die Lebensprinzipien, deren Beachtung er als Voraussetzung für ein umfassend erfolgreiches Leben erachtet. „Und, was schließt du daraus?“, fragt die Zukunft provokant. Ich schließe daraus die vierte und fünfte Leadership Kompetenz, gebe ich zur Antwort.

Vierte Leadership Kompetenz
Das Interesse an den Mitarbeitern, an ihrer Stärkung und ihrem Wachstum, die Gestaltung exzellenter Beziehung zu ihnen, die Förderung der Beziehung der Mitarbeiter untereinander, die Integration der Mitarbeiter zu einem größeren Ganzen, die Entwicklung von Synergie, von Zusammenwirken auf allen Ebenen, die Entwicklung von Teams, wo möglich von Hochleistungsteams.

Fünfte Leadership Kompetenz
Die Entfaltung einer exzellenten Unternehmenskultur im Inneren wie in den Außenbeziehungen des jeweiligen Führungsbereichs; einer Kultur, die das Wohl aller Beteiligten berücksichtigt, und die auf der Erkenntnis und Befolgung bestimmter Lebensprinzipien basiert – Erfolg nicht auf Kosten anderer und der eigenen Ethik sondern zum Nutzen anderer und auf der Basis der eigenen Ethik.

An dieser Stelle schaltet sich die Vergangenheit wieder in die Diskussion ein: „Von Darwins Theorie der natürlichen Selektion scheinst du nicht viel zu halten.“ „Wie kommst du darauf?“ frage ich zurück. „Wer mit diesen Kompetenzen ausgestattet ist, ist für die Zukunft besser gewappnet, als derjenige, der immer noch an dem Glauben an die Allheilwirkung der Gier und der Konkurrenz festhält. Und er wird mehr Erfolg haben. Ich möchte dich an jenes chinesische Sprichwort erinnern, das besagt, wenn der Sturm der Veränderung bläst, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. Also, lass uns Windmühlen bauen! Die oben beschriebenen Kompetenzen bilden die Basis dafür.“

Ein Kommentar zu “Leadership Kompetenzen

  1. Pingback: Vom Patriarchen über den Manager zum Leader | Stabentheiners FUTURE-Blog

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