Die Zukunft wartet nicht auf uns

Es waren harte und gleichzeitig glückbringende 10 Jahre zwischen meinem 33. und 43. Lebensjahr – das Ende einer katastrophalen Ehe, der Beginn einer neuen, erfüllenden Partnerschaft; das Ende meines kleinen Beamtendaseins, der Sprung in die Freiheit der Selbständigkeit; das Ende der Wohnsituation in einer beengten Drei-Zimmer-Wohnung, der Einzug in eine, idyllisch an einer Waldlichtung gelegene, geräumige Villa; heraus aus einem Selbstbild, geprägt durch Bedürftigkeit und Ängste, hinein in Gestaltungslust, Mut und Großzügigkeit. Einzig die Kinder sind mir geblieben, und die befanden sich in der Pubertät und übersiedelten schließlich ins Ausland. Nach dieser Phase sprach ich von „diesem Leben“ und meinem „früheren Leben“, gerade so als wäre ich in ein neues Leben hinein geboren.

Es war eine herausfordernde Zeit. Nix war fix, jeder Schritt Neuland, ein neues Abenteuer. Freilich machte ich Fehler, musste ich Fehler machen, lernte ich durch Versuch und Irrtum. Aber hätte ich die Herausforderungen nicht angenommen, wo wäre ich heute? Was mich stark machte, war, dass ich meinem Lebensfluss, meinen Fähigkeiten, meinem Geführtsein vertraute – ein Vertrauen, das sich 1000fach bestätigte.

Disruption nennt man einen solchen Umbruch, wenn kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, wenn sich eine völlig neue Situation ergibt. Wir befinden uns als Gesellschaft, ja, ich meine, als Menschheit in einer solchen Umbruchsphase, in einer Phase umfassender Disruption. Werfen wir nur einmal einen Blick auf die technologischen Entwicklungen!

Software ist dabei, ganze Wirtschaftszweige auf den Kopf zu stellen. Denken wir an das größte Taxiunternehmen der Welt, Uber, das nichts anderes als ein Software Tool ist und kein einziges Taxi besitzt. Ähnlich Airbnb, das größte Hotelunternehmen, ohne ein einziges Hotel sein Eigen zu nennen.

Übrigens, kennen Sie moodies? Eine App, die in der Lage ist, den Gemütszustand eines Menschen festzustellen. Noch schlauer jene App, die mit 100%iger Sicherheit zu sagen weiß, ob und, bezogen auf was, ein Mensch lügt. Sie soll Ende dieses Jahres auf den Markt kommen. Man stelle sich vor, wenn diese bei Geschäftsverhandlungen oder bei Politiker-Interviews eingesetzt wird!

Künstliche Intelligenz ist dabei, ganze Berufssparten überflüssig zu machen. Wozu braucht man in Zukunft Zugsführer, Piloten? Wozu braucht es Rechtsanwälte, wenn man sich einen juristischen Rat in Sekundenschnelle per Mausklick besorgen kann, und dieser auch noch zu 90 % richtig ist, während man bei einer Auskunft beim Rechtsanwalt nur mit 70 % Treffsicherheit rechnen kann (die Zahlen stammen aus den USA) und dafür auch noch eine Menge Geld bezahlt? Die Krebsdiagnose durch den Computer (IBM Watson) sei viermal genauer als jene mit herkömmlichen Mitteln, lese ich. Viele Ärzte werden sich erübrigen. Ein Gerät namens Tricorder X, es soll noch dieses Jahr herauskommen, ist in der Lage unsere Retina zu scannen, unser Blut zu untersuchen und unseren Atem zu überprüfen und auf diese Weise nahezu jede Krankheit frühzeitig zu identifizieren. Es arbeitet mit unserem I-Phone zusammen und macht uns in einem hohen Maße unabhängig von den Göttern in Weiß. 70 – 80% aller Jobs werden wegfallen in den nächsten 20 Jahren. Eine Menge anderer werden geschaffen werden. Inwieweit diese die herkömmlichen vollständig zu ersetzen vermögen, ist nicht abzusehen. Eine Riesen Herausforderung für die Verteilung des Wohlstands, die ein völliges Neudenken des sozialen Gefüges erfordert!

2018 werden die ersten selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen erscheinen. 2020 schließlich beginnt ein Prozess, der das ganze Verkehrswesen auf den Kopf stellt. Keiner wird mehr ein eigenes Auto haben. Wir werden ganz einfach mit unserem Smartphone ein Auto unseres Wunsches rufen, dieses wird sich innerhalb kürzester Zeit einstellen und uns an die gewünschte Destination bringen. Weder brauchen wir uns um einen Parkplatz kümmern, noch vergeuden wir die Zeit im Auto mit Lenken. Wir können lesen, arbeiten, uns einen Film anschauen… Unsere Enkel oder Urenkel werden nicht einmal wissen, was ein Führerschein ist. Dies wird unsere Städte gänzlich verändern, weil es 90% aller Autos nicht mehr brauchen wird. Wissen Sie, wie viele Menschen jährlich weltweit bei Verkehrsunfällen sterben? 1,2 Millionen. Dieses Gemetzel wird sich nahezu vollständig aufhören. Eine Million weniger Unfalltote jährlich, das ist doch was! Dafür werden Autoversicherungen 100 x billiger als heute. Ob alle herkömmlichen Autobauer diesen Umbruch überleben, wenn Tesla, Google und Apple Computer auf Rädern bauen?

Auf jeden Fall werden Elektroautos ab 2020 zu einer Selbstverständlichkeit auf unseren Straßen. Die durch den Verkehr verursachten Umweltprobleme werden sich zu einem großen Teil lösen. Elektrizität wird dank der Sonnenenergie unglaublich billig werden. Die Energiekonzerne, die heute noch glauben, den Markt zentral versorgen zu können, werden in den Selbstversorgern einen mächtigen, vielleicht einen übermächtigen Mitbewerber bekommen.

Und mit kostengünstiger Energie wird es auch kostengünstiges Wasser geben, weil das Betreiben von Entsalzungsanlagen leistbar wird. Tatsächlich gibt es ja nicht zu wenig Wasser auf der Welt. Es gibt nur zu wenig Trinkwasser. Was das für die Menschheit bedeutet, wenn jeder genügend Wasser zur Verfügung hat!

Der Verzehr von Insekten ist ja nicht jedermanns Sache. Wenn wir uns aber vergegenwärtigen, dass wir aus Insekten hochwertigstes Protein herstellen können, mit dem wir auch die Ärmsten der Armen auf gesunde Weise satt kriegen, dann mag sich die Abscheu verlieren. Und vielleicht ist man dann ja auch in der Lage, dieses Protein in appetitlicher, schmackhafter Weise aufzutischen. Sicherlich werden sich künftige Generation, auf die Nahrungsmittelherstellung der Vergangenheit zurückblickend, auf den Kopf greifen, dass man wertvolles Land damit vergeudete, Rinder zu züchten und dabei, abgesehen von der Schädigung der Umwelt, alle paar Sekunden ein Kind verhungern ließ.

Der Preis für 3D Drucker wird von heute € 18.000.- in 10 Jahren auf €  400.- fallen. Gleichzeitig werden diese Geräte um ein Vielfaches schneller. Bereits heute werden nicht nur Schuhe, selbst Flugzeugteile mit 3D Druckern hergestellt. Die nächste Generation von Smartphones wird die Fähigkeit haben, dreidimensional zu scannen. Wir werden dann unsere Füße scannen und unsere Schuhe, perfekt angepasst, selbst herstellen. In China hat man ja bereits ein sechsstöckiges Bürogebäude vollständig mit 3D Drucker gebaut. 2027 soll 10% all dessen, was produziert wird, mittels 3D Drucker hergestellt werden.

Wir werden Hunger und Unterernährung besiegen. Wir werden aufhören, die Umwelt zu zerstören. Wir werden mehr Zeit haben für unsere Kinder, mehr Zeit, einander zu unterstützen, miteinander Spaß zu haben und zu genießen. Wir werden wahrhaftiger, autonomer unser Leben gestalten. Unsere Schulen werden aufhören, irgendwelches altvatterisches Wissen zu vermitteln und, stattdessen, den Kindern einen Raum bieten, ihre Potenziale zu entfalten. Wir werden im Paradies leben.

Ja, wirklich! Wir werden im Paradies leben, wenn wir aufhören, an der Hölle festzuhalten, an Konkurrenz, an Gier, an Verantwortungs- und Lieblosigkeit. Mit der Mentalität der Vergangenheit werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht lösen. Wir sind aufgerufen, uns auf den Weg zu machen.

„Alles Quatsch!“, mag unser Denken einwenden. Der Mensch ändere sich ohnehin nicht. Immer schon wäre der Mangel Antrieb für unser Handeln gewesen, und nicht die Fülle des Herzens. Immer schon hätten wir gegeneinander wettgeeifert anstatt miteinander zu kooperieren im Dienst des großen Ganzen. Immer schon hätten wir gierig an den Ressourcen des großen Ganzen gesaugt, anstatt unseren Beitrag für dessen Wohl zu leisten. Immer schon hätten wir uns lieber als Opfer dargestellt als die eigene Ursächlichkeit für unser Schicksal und das des großen Ganzen anzuerkennen. Warum sollte sich der Mensch gerade jetzt so grundsätzlich ändern?

Ja, das Denken orientiert sich nicht an der Zukunft, sondern an der Vergangenheit. So sehr seine Skepsis berechtigt sein mag, ist der Gedanke doch falsch, dass der Mensch sich ohnehin nicht ändere. Andernfalls befänden wir uns heute noch im Zustand des Jägers und Sammlers, vorrangig getrieben durch unsere körperlichen Instinkte, uns nicht wesentlich vom Vieh unterscheidend. Der Mensch hat sich weiterentwickelt und kann sich weiterentwickeln. Immer wieder hat er regelrechte Entwicklungssprünge geschafft, etwa damals, als er sesshaft wurde und das Denken die körperlichen Instinkte als lenkende Instanz ablöste. Blicken wir auf unsere jüngere Vergangenheit, als in den Nach-68ern der Liberalismus als gesellschaftlich vorherrschende geistige Strömung das Patriarchentum und die Bevormundung des Individuums durch Kirche, Staat und Gesellschaft ersetzte.

Trotzdem steht die Frage im Raum, warum sich der Mensch gerade jetzt grundsätzlich ändern sollte. Die Antwort darauf erscheint mir einfach: Weil er gerade jetzt dazu herausgefordert ist. Stellen wir uns vor, wenn die oben angedeuteten technologischen Entwicklungen in Form von Waffen im Kampf um die Vorherrschaft der einen Menschengruppe gegen eine andere zur Anwendung kommen! Wenn in den Händen einiger weniger Unternehmen alles Geld und alles relevante Know How konzentriert ist und sowohl Staaten als auch Individuen unter deren vollständiger Kontrolle stehen! Wenn der Mensch, so wie er sich allen von ihm geschaffenen Systemen wie Staat, Religion, Wirtschaft, Schule, Medizin… unterworfen hat, sich auch zum Sklaven der künstlichen Intelligenz macht und, wie in schlechten Science Fiction Filmen, die Maschine den Menschen beherrscht! Wenn mittels Biotechnologie den Systemen genehme Menschentypen herangezüchtet werden, ähnlich wie Hunderassen! Ja, all das ist möglich, realistisch und sogar naheliegend. Eine schlimmere Hölle als die schlimmste in der Vergangenheit würde uns und unsere geliebten Nachkommen erwarten.

Der technologische Umbruch treibt uns zu einem menschlichen Entwicklungsschritt. Die Lösung liegt nicht in politischen Verträgen, in Regeln und Verboten. Diese werden von der menschlichen Willkür hinweggefegt wie von einem Tsunami (sh. Trump!). Die Lösung liegt in uns. „Structure follows people“, weist uns Peter Drucker hin, Unternehmensberater und Autor und, vor allem, ein Vorbild, was die Orientierung an der Zukunft anlangt. Zuerst die menschliche Entwicklung, dann die strukturelle. Das Paradies kommt nicht durch die technologische Entwicklung. Und es kommt nicht durch politische und wirtschaftliche Strukturveränderungen. Das Paradies entsteht in unserem Inneren. Die technologische und wirtschaftliche Disruption fordert uns zu einer menschlichen Disruption heraus. Soweit diese gelingt, schaffen wir die Basis für unser Paradies, zu welchem Technik und Wirtschaft ihren Beitrag leisten können.

Und menschliche Disruption ist möglich. Ich habe sie, wie viele andere, an meinem eigenen Leib erlebt und erlebe sie ständig an meinen Kunden. Wie kommt es dazu? Es braucht einen Paradigmenwechsel, einen Wechsel des Bezugssystems für unser Denken und Handeln. Folgten wir als Menschheit bisher dem Paradigma des Überlebenskampfes, des Mangels, des Festklammerns an der Vergangenheit, bietet sich nun ein neues Paradigma an, jenes des Herzens, der Fülle, der Ganzheitlichkeit und der Liebe zur Zukunft. Wir sind zu diesem neuen Paradigma veranlagt, wie uns die Hirnforschung bestätigt, wir haben die Fähigkeit dazu. Wir haben die Fähigkeit, uns vom „homo bestialis“ (der Begriff stammt aus dem bemerkenswerten Buch „Es existiert“ von Johannes Huber) zu einem homo humanus zu entwickeln. Sind wir nicht glücklich, wenn wir miteinander kooperieren, und unglücklich und gestresst, wenn wir uns in ständigem Wettkampf gegeneinander verstricken? Sind wir nicht glücklich, wenn wir füreinander einen wertvollen Beitrag leisten können, und unglücklich, wenn wir immer nur brauchen? Daran erkennen wir doch, dass dieses andere Paradigma Teil unserer Natur ist, dass es schon da ist in uns – keine Utopie, sondern Realität.

Ja, es macht oft glücklicher zu schenken als beschenkt zu werden, sofern das Schenken von Herzen kommt. Das Paradies erwächst aus dem Herzen. Wir stehen vor der Entscheidung: Folgen wir den Antrieben des Überlebenskampfes – Konkurrenz, Gier, Spalten, Verantwortungslosigkeit.. – oder jenen des Herzens? Wir könnten die Frage noch schärfer formulieren: Wollen wir überleben, oder wollen wir leben, lieben und glücklich sein? Im ersten Fall müssen wir wissen, dass wir gerade durch den Kampf ums Überleben dieses in Frage stellen.

Die Skepsis unseres Denkens ist berechtigt und notwendig. Noch notwendiger ist allerdings das Vertrauen, das Vertrauen in unseren Lebensfluss, in unsere Fähigkeiten, in unser Herz. Ja, die Transformation stellt eine große Herausforderung für uns alle dar. Und es wird Rückschläge geben. Im Betreten von Neuland werden wir Fehler machen. Fehler stehen im Dienst des Lernens. Und es wird zu einem Gezerre kommen zwischen der Tendenz, in der Vergangenheit vermeintlich Sicherheit zu finden (wer immer das propagiert, ist ein Betrüger und Verführer) und jener, die in die Zukunft führt. Der viel gelästerte und zugleich visionäre Satz „Wir schaffen das!“ ist genau der, den es in dieser Zeit braucht. Wir schaffen das! Wir schaffen das! Gemeinsam schaffen wir das, ein neues Bezugssystem für unser Denken und Handeln zu implementieren, ein Bezugssystem, das seinen Ursprung im Herzen hat.

Wir schaffen das aus gutem Grund. Ein Kind schafft es, gehen zu lernen, wenn die Zeit reif ist. Und es schafft es, sprechen zu lernen, wenn die Zeit reif ist. Die europäische Geschichte ist eine einzige Abfolge von Kriegen, Unterdrückung, willkürlicher Verwüstung. Wir haben es weitgehend geschafft, diesen Wahnsinn zu überwinden, als nach zwei Weltkriegen die Zeit dafür reif war. Wir haben es geschafft, dass sich Mann und Frau als gleichberechtigte Partner begegnen, weil es Zeit dafür war. Vor wenigen Jahrzehnten noch wurde der Mann als Familienoberhaupt gehandelt, das mittels beglaubigter Unterschrift seine Einwilligung dokumentieren musste, wenn die Frau einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollte. Wir haben so viel geschafft in den letzten Jahrzehnten, so viel, dass wir Bücher damit füllen könnten, es alles aufzuführen. Wir haben allen Grund, an uns zu glauben.

Vor allem haben wir es geschafft, uns eine Welt zu bauen, in der wir um unser Überleben nicht mehr kämpfen müssen, zumindest nicht in den entwickelten Ländern. Und anderswo wird es nachweislich auch immer besser. Der Überlebenskampf in der Außenwelt ist dabei, obsolet zu werden. Jetzt ist die Zeit reif, dass wir ihn auch in unserem Inneren überwinden. Dies gelingt allerdings nicht, indem wir gegen ihn ankämpfen. Er verliert ganz von selbst an Bedeutung in dem Maße, in welchem wir uns unseres Herzens besinnen, in welchem wir die Qualitäten unseres Herzens in die Wirkung bringen – Fülle statt Mangel, Vertrauen statt Angst, Integration statt spalten, verdrängen, unterdrücken, Kooperation statt Konkurrenz, Selbstsein statt Manipulation, der Mensch als Herr über die Systeme anstatt als deren Sklave, Berücksichtigung des Ganzen statt Gier und Verantwortungslosigkeit, Aufbruch in die Zukunft anstatt Festhalten an der Vergangenheit, Liebe, Mitgefühl, Achtsamkeit, Resonanz statt Fokussierung auf den Eigennutzen…

Tatsächlich findet diese Transformation längst statt. Stellen nicht immer mehr Menschen den Anspruch, ein Leben zu führen, das ihrem Wesen entspricht, das im Einklang mit ihrem Herzen ist? Sind nicht immer weniger Menschen bereit, sich zum Sklaven der engstirnigen Interessen irgendwelcher Systeme wie Unternehmen, Politik, Religion… zu machen? Fühlen sich nicht immer mehr Menschen verantwortlich für das Wohl des großen Ganzen und verhalten sich auch dementsprechend? Setzt sich nicht immer mehr das Bewusstsein durch, dass wir als Menschheit zusammengehören, dass wir alle ein gemeinsames Schicksal haben, dass wir alle im selben Boot sitzen? Mehr noch: Dass Mensch und Natur im selben Boot sitzen?

Ja, es tut sich was. Wenn wir uns umschauen, begegnen wir so vielen Anzeichen dafür, dass die Qualität des Herzens immer mehr Platz greift in unserem Leben. Aber es gibt natürlich auch die entgegengesetzte Tendenz. Sie sticht schmerzhaft ins Auge und verhindert mitunter den Blick auf die sich im Stillen vollziehenden menschlichen Entwicklungen. Irgendwelche Tweets des amerikanischen Präsidenten, so unbedeutend und geistlos sie auch sein mögen, erhalten mehr Aufmerksamkeit, als die Tatsache, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit einem nie gekannten Maß an Empathie auf ihrem Entwicklungsweg begleiten; oder dass viele junge Menschen weder Auto noch Markenkleidung oder sonstige Statussymbole, und schon gar nicht die Zugehörigkeit zu  einer politischen oder religiösen Ideologie brauchen, um wer zu sein. Sie haben sich schon gefunden, sie sind schon in einem erstaunlich hohen Maße sie selbst. Auch jene Leute, die mit beeindruckender Hilfsbereitschaft und einem WILLKOMMEN, das ihrem liebenden Herzen entsprang, auf die Bahnhöfe strömten, als die Flüchtlinge kamen, geben keine aggressiven Krakeleien von sich, klopfen sich nicht großtuerisch auf die Brust, setzen sich nicht einmal zur Wehr, wenn sie von den spaltenden Kräften als naive Gutmenschen verspottet werden, sondern gehen weiter, ihrem Herzen folgend. Das Paradigma des Herzens stellt sich im Stillen ein. Und doch zeigt es sich immer mehr in unserem Inneren und im Außen. Schärfen wir unseren Blick dafür! Vertrauen wir auf unser Herz und seine Fähigkeiten, und lassen wir uns von ihm in einen völlig neuen Abschnitt unserer Entwicklung als Mensch hineinführen! Das ist der Ruf der Zukunft. Die Zukunft ruft, aber sie wartet nicht auf uns. Ob sie uns zum Paradies oder zur Hölle wird, liegt in unserer Hand. JETZT.

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